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Der Smartwatch-Vergleich: Aktuelle Modelle von Apple, Samsung und OPPO

Der Markt für Smartwatches wächst immer stärker: Laut Analysten wurden Ende 2021 so viele Smartwatches wie noch nie ausgeliefert.[1] Wer im Zuge des aktuellen Smartwatch-Booms nach einem passenden Modell sucht, kann sich aufgrund der großen Auswahl schnell überfordert fühlen. Damit die Entscheidung leichter fällt, haben wir vier Modelle – die Apple Watch SE, die Apple Watch Series 7, die OPPO Watch Free und die Samsung Galaxy Watch4 – miteinander verglichen.

Design und Materialien

Die Uhren von OPPO und Apple sind in einem ähnlichen Smartwatch-Design gehalten: Sie sind rechteckig und am Rand etwas gekrümmt. Das Display der OPPO Watch Free ist länglicher als bei den Apple-Modellen. Im Vergleich zu den eben genannten Uhren sieht die Samsung-Watch vor allem im Classic-Modell wie eine „ganz normale“ Uhr aus: Das runde Format, die Lünette und seitliche Knöpfe lassen auf den ersten Blick nicht vermuten, dass es sich um eine Smartwatch handelt.
Apple_Watch_Series_7_Cellular_GPS.png Scr_Oppo_Watch__Free1.jpg scr_Galaxy_Watch4.jpg scr_Watch_SE.png

Ein weiterer Unterschied zeigt sich bei den Materialien: Die Apple Watches und die Galaxy Watch4 haben einen Aluminiumrahmen, das Gehäuse der OPPO Watch Free ist aus Kunststoff und die Samsung Galaxy Watch4 Classic ist mit einem Edelstahl-Gehäuse ausgestattet. Alternativ – und gegen einen nicht unerheblichen Aufpreis – ist die Apple Watch Series 7 auch in den hochwertigen Materialien Edelstahl oder Titan verfügbar.

Fitness- und Gesundheitsfeatures

Alle vier Smartwatches sind vollgepackt mit Gesundheits- und Fitnessfeatures wie beispielsweise Schrittzähler, Pulsmessung, Schlafanalyse, Workouts und das Erfassen von Trainingsdaten. Allerdings gibt es jeweils feine Unterschiede. Die EKG-Funktion ist nur auf der Apple Watch Series 7 und den Samsung Galaxy Watch4-Modellen verfügbar. Die OPPO Watch Free verfügt über einen SpO₂-Sensor und kann die Blutsauerstoffsättigung in Echtzeit überwachen – gleiches gilt auch für die Apple Watch Series 7 und die Samsung Galaxy Watch4-Uhren. Letztere können, wie auch schon die Galaxy Watch3, den Blutdruck in Echtzeit messen – detaillierte Informationen dazu finden Sie im verlinkten Beitrag „Blutdruck messen mit der Galaxy Watch3“ im 1&1 Hilfe-Center. Bitte beachten Sie, dass die Messungen nur der Fitness- und Wellnesskontrolle dienen und keine medizinischen Diagnosen ersetzen.

Eine Sturzerkennung, einen Höhenmesser und einen E-Kompass bieten sowohl beide Apple Watches als auch die Samsung Watches an. OPPO hat auf diese Funktionen verzichtet. Aufgrund der verschiedenen Betriebssysteme variieren neben der Anzahl an Trainingsfeatures auch das Angebot an Apps und die Bedienung. Die kleinste Auswahl an Anwendungen gibt es bei der OPPO Watch Free, da bestimmte Funktionen nur in Zusammenhang mit einem gekoppelten Smartphone nutzbar sind und sie nicht mit Wear OS by Google läuft.

Konnektivität und Zubehör

Über den Funkstandard Bluetooth kann Zubehör mit den Smartwatches verbunden werden. Für die Samsung Watch stehen die True-Wireless-Kopfhörer „Galaxy Buds2“ für kabelloses Telefonieren oder Musikhören zur Verfügung. Apple und OPPO bieten mit den „AirPods (Pro)“ bzw. den „OPPO Enco“-Modellen ebenfalls In-Ear Kopfhörer mit ANC an. Dank „Active Noise Cancelling“ können störende Hintergrundgeräusche einfach reduziert oder gar weggefiltert werden. Die Smartwatches von Apple und Samsung haben ein Mikrofon und einen Lautsprecher mit an Bord. Entscheiden Sie sich für die OPPO Watch Free, müssen Sie auf beide Features verzichten. Alle vorgestellten Modelle sind wassergeschützt und daher zum Schwimmen geeignet. Bezüglich des Themas Konnektivität haben die Smartwatches von Samsung und Apple klar die Nase vorn. Sie unterstützen Bluetooth, GPS, WLAN und NFC (die Abkürzung NFC steht für „Near Field Communication“) zum mobilen Bezahlen. Die OPPO Watch Free hingegen eignet sich nur zum Verbinden via Bluetooth.

Technische Feinheiten

Die vier Smartwatches verfügen alle über ein scharfes OLED-Display. In der Apple Watch Series 7 steckt der neueste S7-Chip von Apple. Auch in den Uhren von Samsung takten mit dem Exynos 920 leistungsstarke Prozessoren. OPPO macht bezüglich des verbauten Chips in der Watch Free leider bisher keine Angaben – gleiches gilt für den verfügbaren Speicherplatz. Was Letzteres angeht, schneiden die Apple Watches mit 32 GB internem Flash-Speicher am besten ab. Die Galaxy Watch4 bietet in allen Varianten immerhin 16 GB Massenspeicher.

OPPO verspricht die längste Akkulaufzeit – bei „typischer Nutzung“ soll die Watch Free bis zu 14 Tage durchhalten. Danach folgen die Modelle von Samsung mit bis zu 40 Stunden am Stück und das Schlusslicht bilden die Apple Watches: Apple verspricht für beide Uhren eine ununterbrochene Nutzungsdauer von bis zu 18 Stunden. Aufladen kann man die Apple Watches und die OPPO Watch Free über ein magnetisches Ladekabel. Die Samsung Galaxy Watch4 lässt sich induktiv laden, also kabellos auf kompatiblen Ladematten oder über die Rückseite ausgewählter Smartphones.

Preisvergleich

Ein wichtiges Kaufkriterium ist der Preis. Die OPPO Watch Free ist das günstigste Modell im aktuellen Vergleich – die unverbindliche Preisempfehlung liegt zum Marktstart bei nur 99 Euro. Danach folgt – mit deutlichem Abstand – die Galaxy Watch4 von Samsung: Das kleinste Modell (40 mm) ist ab 249 Euro verfügbar, mit integriertem LTE-Modem kostet die Watch 289 Euro. Das größte Classic-Modell (46 mm) liegt bei 379 Euro mit LTE-Empfang.

Die Apple Watch SE ist ein echter Preis-Leistungshit. Schließlich ist die Uhr ohne LTE-Modem mit einem Preis von 299 Euro (40 mm) bzw. 329 Euro (44 mm) nur ein bisschen teurer und mit LTE sogar minimal günstiger als die Galaxy Watch4 Classic (359 Euro bzw. 379 Euro). Wesentlich mehr investieren muss man in die Apple Watch Series 7, die bei 429 Euro (ohne LTE) bzw. 529 Euro (mit LTE) startet. Die Preise aller vier Modelle variieren abhängig vom gewählten Armband, der Farbe und teilweise auch bezüglich des Gehäusematerials. Wenn man beispielsweise die Apple Watch Series 7 in Titan mit Saphirglas bestellt, kostet die Uhr über 900 Euro.

Fazit: Welche Smartwatch passt zu mir?

Natürlich sind die Apple Watches erwartungsgemäß am besten für iPhone-Nutzer geeignet, da sie nicht mit Android-Handys kompatibel sind. Stattdessen sind die Betriebssysteme der Apple Watches sehr gut auf iOS abgestimmt. Doch auch die OPPO Watch Free kann aufgrund des eigenen Betriebssystems über ein iPhone gesteuert werden. Wer also nach einer günstigen Smartwatch sucht und diese vor allem zum Tracking von sportlichen Aktivitäten oder für mehr Bewegung im Alltag nutzen möchte, trifft mit der OPPO Watch Free eine gute Wahl. Wer ein iPhone besitzt und eine Smartwatch mit breiterem Funktionsumfang zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis sucht, wird von der Apple Watch SE nicht enttäuscht sein.

Alle Apple-Fans, die vielleicht schon eine Apple Watch im Schrank liegen haben oder gerne etwas mehr in eine Watch investieren möchten, sollten für ein umfassendes Upgrade zur Watch Series 7 greifen. Schließlich bietet die Uhr den aktuell schnellsten Prozessor aus dem Hause Apple und die meisten Funktionen.

Die Wahl zwischen den Samsung Galaxy Watch4-Modellen und der OPPO Watch ist als Android-Nutzer eine Geschmacks- und Preisfrage. Wer gerne das klassische Uhrendesign mag und die Smartwatch in verschiedensten Alltagssituationen nutzen möchte, für die- oder denjenigen ist die Samsung-Watch die ideale Wahl. In Sachen Funktionsumfang hat die Galaxy Watch4 klar die Nase vorn. Die OPPO Watch Free ist im Gegensatz dazu sehr günstig und wie oben bereits beschrieben vor allem für (Hobby-)Sportlerinnen und Sportler sehr gut geeignet.